telc B2 mündliche Prüfung: Ablauf, Redemittel und Training
In der mündlichen Prüfung B2 berichtest du über Erfahrungen, diskutierst und planst gemeinsam – flüssig und mit guten Argumenten. Hier findest du den Ablauf bei telc Deutsch B2 und beim Goethe-Zertifikat B2, Redemittel und ein Beispiel. Mit dem KI-Partner übst du alle drei Teile der telc-Prüfung kostenlos.
Jetzt üben: B2 Sprechen mit KI-Partner
Deine Aufgabe
Eine wichtige Entscheidung
Du hast das Thema „Eine wichtige Entscheidung“ vorbereitet. Erzähl deiner Partnerin oder deinem Partner etwa anderthalb Minuten von einer Entscheidung, die dein Leben verändert hat, und beantworte danach ihre oder seine Fragen.
Darüber sprecht ihr
- Worum ging es, und wann war das?
- Welche Möglichkeiten hattest du?
- Wie und warum hast du dich entschieden?
- Was hat sich dadurch verändert?
- Würdest du heute wieder so entscheiden?
Wir speichern deine Aufnahmen nicht. Der Text des Gesprächs wird nur für dein Feedback kurz gespeichert.
Übung mit KI, kein offizielles Prüfungsergebnis. SpeakDuo steht in keiner Verbindung zu telc, dem Goethe-Institut oder dem BAMF.
Nächste Live-Sessions auf Deutsch
Du übst mit anderen Lernenden und einem Host.
Mündliche Prüfung B2 im Überblick: telc und Goethe
Beide Prüfungen dauern etwa 15 Minuten, aber die Aufgaben sind verschieden. Bei telc Deutsch B2 gibt es drei Teile, beim Goethe-Zertifikat B2 zwei.
| Merkmal | telc Deutsch B2 | Goethe-Zertifikat B2 |
|---|---|---|
| Prüfungsform | zu zweit, manchmal zu dritt | meist zu zweit |
| Dauer | ca. 15 Minuten | ca. 15 Minuten |
| Vorbereitung | 20 Minuten; das Thema für Teil 1 bereitest du schon zu Hause vor | 15 Minuten |
| Teile | 1 Über Erfahrungen sprechen, 2 Diskussion, 3 Gemeinsam etwas planen | 1 Vortrag halten, 2 Diskussion führen |
| Bestehen | mind. 45 von 75 Punkten (60 %) | mind. 60 von 100 Punkten |
telc B2 mündliche Prüfung: Teil 1, 2 und 3
Am Anfang gibt es ein kurzes Gespräch zum Aufwärmen, das nicht bewertet wird. Danach folgen drei Teile, jeder bringt bis zu 25 Punkte.
Das Thema für Teil 1 wählst du vorher aus einer Liste und bereitest es zu Hause vor. So kannst du in Ruhe eine gut strukturierte Mini-Präsentation vorbereiten.
| Teil | Dauer | Aufgabe |
|---|---|---|
| Teil 1: Über Erfahrungen sprechen | ca. 5 Min. | Du berichtest höchstens etwa 1,5 Minuten über dein vorbereitetes Thema. Dann stellt dir dein Partner Fragen, danach wechselt ihr. |
| Teil 2: Diskussion | ca. 5 Min. | Ihr diskutiert über ein kontroverses Thema aus einem kurzen Text, tauscht Argumente aus und begründet eure Meinung. |
| Teil 3: Gemeinsam etwas planen | ca. 5 Min. | Ihr plant zusammen etwas, verhandelt über Vorschläge und findet einen Kompromiss. |
Goethe-Zertifikat B2: Präsentation (Vortrag) und Diskussion
Beim Goethe-Zertifikat B2 hältst du in Teil 1 einen Vortrag von etwa 4 Minuten. Danach beantwortest du Fragen; für beide Vorträge zusammen rechnet man mit etwa 8 Minuten.
In Teil 2 diskutiert ihr etwa 5 Minuten über eine kontroverse Frage. Du nimmst Stellung, begründest deine Position und reagierst auf die Argumente deines Partners.
Für die Präsentation brauchst du eine klare Struktur:
- Einleitung: Thema nennen und kurz sagen, wie dein Vortrag aufgebaut ist
- Hauptteil: zwei oder drei Aspekte mit Beispielen, Vor- und Nachteile abwägen
- Schluss: Fazit und deine persönliche Meinung
- Fragen: kurz und direkt antworten, ruhig nachfragen, wenn etwas unklar ist
Diskussion auf B2-Niveau: So argumentierst du überzeugend
In der B2-Diskussion reicht „Ich finde das gut“ nicht. Die Prüfenden wollen sehen, dass du Argumente begründest, Beispiele gibst und auf deinen Partner eingehst.
Ein guter Aufbau für jeden Beitrag: Meinung – Begründung – Beispiel – Frage an den Partner.
- Höflich widersprechen: „Da muss ich dir teilweise widersprechen, denn …“
- Einschränken: „Grundsätzlich ja, aber nur, wenn …“
- Die andere Seite anerkennen: „Das Argument verstehe ich, trotzdem …“
- Nachhaken: „Kannst du ein Beispiel dafür nennen?“
- Position zusammenfassen: „Für mich überwiegen die Vorteile, weil …“
Bewertung: Wie viele Punkte brauchst du in B2?
Bei telc Deutsch B2 gibt es im Mündlichen maximal 75 Punkte, also 25 pro Teil. Du bestehst die mündliche Prüfung mit mindestens 45 Punkten (60 %).
Beim Goethe-Zertifikat B2 brauchst du im Modul Sprechen mindestens 60 von 100 Punkten.
In beiden Prüfungen zählt nicht nur die Grammatik. Wichtig ist auch, ob du die Aufgabe löst, wie flüssig und abwechslungsreich du sprichst und wie gut man dich versteht.
Von B1 zu B2: Was ist im Sprechen anders?
Auf B1 reicht es, verständlich über Alltagsthemen zu sprechen und einfache Gründe zu nennen. Auf B2 diskutierst du auch über abstraktere Themen, wägst Argumente ab und reagierst spontan auf Einwände.
Auch die Sprache wird anspruchsvoller: mehr Nebensätze, Konnektoren wie „zwar … aber“, „je … desto“ oder „während“ und ein größerer Wortschatz.
Typische Fehler und Tipps für die mündliche Prüfung B2
Am besten übst du mit echten Gesprächspartnern. In den Live-Sessions auf SpeakDuo diskutierst du mit anderen Lernenden, und mit dem KI-Partner oben trainierst du jeden Prüfungsteil einzeln. Die KI-Bewertung ist eine Einschätzung, keine echte Prüfungsnote.
- Teil 1 auswendig vortragen und bei den Fragen ins Stocken kommen. Übe auch freie Antworten.
- In der Diskussion nur die eigene Meinung wiederholen, ohne auf den Partner einzugehen.
- Immer dieselben Redemittel benutzen. Variiere: „Meiner Ansicht nach“, „Ich bin der Auffassung“, „Aus meiner Sicht“.
- Beim Planen auf der eigenen Idee bestehen. Auf B2 zeigst du, dass du verhandeln und Kompromisse finden kannst.
- Zu schnell sprechen, um flüssig zu wirken. Deutlich und gut strukturiert ist besser.
Redemittel B2 für Präsentation, Diskussion und Planen
Auf B2 zählt Abwechslung: Lerne für jede Funktion mehrere Varianten, damit du dich nicht wiederholst.
Themen und Redemittel als PDFPräsentation und Erfahrungen strukturieren
- Ich möchte heute über … berichten.
- Mein Vortrag besteht aus drei Teilen: …
- Zunächst …, anschließend …, zum Schluss …
- Ein Erlebnis, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist, …
- Daraus habe ich gelernt, dass …
- Abschließend lässt sich sagen, dass …
Meinung äußern
- Meiner Ansicht nach …
- Ich bin der Auffassung, dass …
- Aus meiner Sicht spricht vieles dafür, dass …
- Ich bin fest davon überzeugt, dass …
- Für mich steht außer Frage, dass …
Argumentieren und begründen
- Ein wichtiges Argument dafür ist …
- Dagegen spricht, dass …
- Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass …
- Einerseits …, andererseits …
- Man darf nicht vergessen, dass …
- Je …, desto …
Widersprechen und einschränken
- Da bin ich anderer Meinung, denn …
- Das sehe ich etwas anders.
- Das mag stimmen, aber …
- Da muss ich dir widersprechen.
- Grundsätzlich ja, allerdings …
- Was … betrifft, gebe ich dir recht, aber …
Auf den Partner eingehen
- Wie siehst du das?
- Habe ich dich richtig verstanden, dass …?
- Du hast vorhin gesagt, dass … – das finde ich interessant.
- Kannst du das genauer erklären?
- Das ist ein guter Punkt.
Verhandeln und Kompromiss finden (Planen)
- Was hältst du davon, wenn wir …?
- Wäre es nicht sinnvoller, …?
- Ich könnte mir auch vorstellen, dass …
- Lass uns einen Kompromiss finden: …
- Wenn du … übernimmst, kümmere ich mich um …
- Dann halten wir fest: …
Beispiel: Diskussion auf B2-Niveau
Thema: „Sollten Kinder schon in der Grundschule ein eigenes Smartphone haben?“ Zwei Teilnehmende diskutieren und finden am Ende einen Kompromiss. A ist die Kandidatin, B der Partner.
- Kandidat/in: Bei unserem Thema geht es um die Frage, ob Grundschulkinder schon ein eigenes Smartphone brauchen. Ich bin da ehrlich gesagt eher skeptisch. Wie siehst du das?
- Partner/in: Ich sehe das etwas anders. Viele Kinder fahren heute allein mit dem Bus zur Schule. Mit einem Handy können die Eltern sie jederzeit erreichen, und das gibt beiden Seiten Sicherheit.
- Kandidat/in: Das Argument verstehe ich. Aber für die Erreichbarkeit reicht doch auch ein einfaches Handy ohne Internet. Ein Smartphone bringt ganz andere Probleme mit sich, zum Beispiel soziale Netzwerke oder ungeeignete Videos.
- Partner/in: Da hast du teilweise recht. Allerdings gibt es inzwischen Apps, mit denen Eltern genau einstellen können, was die Kinder sehen dürfen.
- Kandidat/in: Theoretisch ja. Meiner Erfahrung nach finden Kinder aber schnell Wege, solche Einstellungen zu umgehen. Mein Neffe ist neun und kennt sich mit seinem Handy besser aus als seine Eltern.
- Partner/in: Das glaube ich sofort! Trotzdem: Wenn alle in der Klasse ein Smartphone haben, wird ein Kind ohne Handy schnell zum Außenseiter. Das darf man nicht unterschätzen.
- Kandidat/in: Das ist ein wichtiger Punkt, an den ich nicht gedacht habe. Andererseits könnten Schule und Eltern gemeinsame Regeln vereinbaren, zum Beispiel ein Smartphone erst ab der fünften Klasse.
- Partner/in: Das wäre ideal, aber ob sich wirklich alle Eltern daran halten, bezweifle ich. Wie ist das eigentlich in deinem Heimatland?
- Kandidat/in: In Spanien wird darüber auch viel diskutiert. An der Schule meiner Nichte dürfen die Kinder ihr Handy während des Unterrichts gar nicht benutzen. Das finde ich vernünftig.
- Partner/in: Ein Handyverbot im Unterricht finde ich auch sinnvoll. Für den Schulweg würde ich ein Handy aber trotzdem erlauben.
- Kandidat/in: Dann sind wir uns zumindest teilweise einig: Ein einfaches Handy für Notfälle ist in Ordnung, aber ein Smartphone mit freiem Internetzugang kommt für Grundschulkinder zu früh.
- Partner/in: Ja, auf diesen Kompromiss kann ich mich einlassen – solange die Eltern das Ganze im Blick behalten.
Häufig gestellte Fragen
Üb für die Prüfung mit echten Menschen
Jeden Tag Live-Sessions auf Deutsch in kleinen Gruppen mit Moderation – dazu KI-Feedback zu deinem Sprechen.
